Happy Equal Pay Day! Oder doch nicht?
Heute, am 27. Februar ist Equal Pay Day. Dieser Tag soll darauf hinweisen, dass in Deutschland (und vielen anderen Ländern) Frauen immernoch deutlich geringer entlohnt werden als Männer.
Aber das Geschlecht ist nicht der einzige Faktor, der zu strukturell ungleicher Bezahlung führt: Menschen, die der #LGBTQIA+-Community angehören, verdienen im Durchschnitt weniger als cis-hetero Personen in gleicher Position.
Einige Studien weisen darauf hin, dass Frauen in gleichgeschlechtlichen Partner*innenschaften ein höheres Einkommen haben als ihre cis-hetero Entsprechungen. Werden diese Ergebnisse allerdings mit Blick auf die Faktoren Alter und Elternschaft betrachtet, stellt sich raus, dass dieser finanzielle Vorsprung nur für die Jahre gilt, in denen hetero-cis Paare Kinder kriegen und aufziehen. Ein Prozess, der für queere Paare immernoch mit deutlich mehr Hürden und finanziellen Aufwendungen verbunden ist, weshalb nicht cis-hetero-verpartnerte Frauen in diesem Zeitraum dem Arbeitsmarkt vermehrt zur Verfügung stehen. Gleichzeitig sind sie weiterhin vom Gender Pay Gap betroffen: Sie verdienen also immernoch weniger als cis-männliche Personen in gleicher Position.
Es wird deutlich: Familiengestaltung, sexuelle und geschlechtliche Identität und Karriere hängen eng zusammen. An diesem Equal Pay Day wünschen wir uns also nicht nur gleiche Bezahlung aller Geschlechter, sondern aller Menschen – unabhängig von sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität oder Familienstatus.
Überrascht? Wir nicht. Aus diesem Grund sind die Angebote von Queermentor kostenlos.
Wenn du uns unterstützen willst, freuen wir uns über eine Spende.
Neugierig geworden? Hier findest du weitere Informationen:
Artikel: Wenn Liebe dich arm macht
Studie: Queering Social Class: Zum Zusammenhang von sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität und sozialer Herkunft
Studie: LGBTQI*-Menschen am Arbeitsmarkt: Hochgebildet und oftmals diskriminiert
Studie: The L-Word in Business
Studie: Born This Pay: Investigating Wage Disparities Based on Sexual Orientation in the German Labor Market